John Cage’s Song Books – im Acker Stadt Palast

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Schon vor ein paar Tagen habe ich mir mit einer Freundin die Aufführung von John Cage’s Song Books im Acker Stadt Palast angesehen, die von Anna Clemente, Lore Lixenberg und weiteren Performern auf die Beine gestellt wurde. Ich finde es immer wieder toll, gute Aufführungen von Cages Stücken zu erleben – und diese war beeindruckend umgesetzt.

Wie bei vielen Stücken von Cage, war es eine simultane Aufführung, d.h. auf der Bühne fanden zeitgleich verschiedene Aktionen statt: Anna Clementi sang wiederholt einzelne Passagen aus der Partitur, Essen wurde gekocht, vorgelesen, verschiedene Verkleidungen ausprobiert, das Geräusch eines Kartenspiels durch ein Mikrophon verstärkt, ein Laie führte verschiedene Tanzbewegungen aus… Die Freiheit, die Cage’s Partitur den Performern lässt, wurde fantasievoll umgesetzt.

Auch beim Zuhören lässt sich diese Freiheit erfahren. Da es keinen Fokus gibt und das Stück keinem nachvollziehbaren Ablauf folgt, kann man einfach irgendwo einsteigen, seine Aufmerksamkeit auf verschiedene Aktionen richten oder sich auch wieder ablenken lassen. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Mich erinnerte es ebenfalls an das Meer der Möglichkeiten, die immer gleichzeitig da sind.

Eine Voraussetzung dafür ist die Ernsthaftigkeit, mit der die Beteiligten das Stück aufgeführt haben. Freue mich schon auf das nächste Mal…

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Döschenmarkt

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End of summer

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5. BMC-Ausbildungswochenende

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Wasser, Quelle: Flickr, Foto: C*A(t)

Gerade komme ich zurück von einem wunderbaren langen BMC-Wochenende – von Donnerstag bis heute – und fühle mich innerlich noch voller Kraft und Ruhe. Das Thema waren dieses Mal die Flüssigkeiten – und ich bin überrascht über die Vielfalt der verschiedenen Qualitäten. Der menschliche Körper besteht zu 70-80% aus Wasser, das aber auf seinem Weg durch den Körper verschiedene Zusammensetzungen annehmen kann. Das „Meer in uns“ ist ständig in Veränderung – nichts ist so beständig wie der Wandel…

Gleich zu Beginn standen sich die in sich ruhende zelluläre Flüssigkeit und die bewegte, lebendige Zwischenzellflüssigkeit gegenüber, die im ständigen Austausch begriffen und mit verantwortlich für den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen zu den Organen und Zellen ist. In ihrer Zusammensetzung ist sie nahezu identisch mit dem Meerwasser. Beim Blut gibt es die Unterscheidung zwischen arteriellem und venösem Blut – auch hier war es spannend, den Blutkreislauf im Körper nachzuspüren und die verschiedenen Qualitäten, den Rhythmus und die Gerichtetheit (nach außen – nach innen) nachzuvollziehen.

Meine Highlights ;-) waren dieses Mal aber die Entdeckung der Lymphe, des Liquor und der flüssigen Qualität des Körperfetts. Die Lymphe sind Bestandteil des Immunsystems des Körpers und sind ständig mit Fließen (vom Zentrum weg), Abwehr und Aussortieren beschäftigt – leisten also auch kräftig Widerstand innerhalb des Flüssigkeitensystems – sehr sympathisch. Durch die Berührungen eines Partners konnten die Lymphbahnen in den Gewebsschichten besser erfahren und ihr Fluss angeregt werden – was ich als sehr angenehm und stärkend empfunden habe.

Der Liquor hat wieder eher eine ruhige Qualität, entspringt aus dem Mittelpunkt des Gehirns, umfließt das Gehirn und Rückenmark sowie in sehr geringen Anteilen auch die sich verzweigenden Nervenbahnen. Bei der Erforschung der Flüssigkeit konnte ich mir gut vorstellen, wie das Gehirn leicht darin schwimmt und wie der Liquor auch auf die Nervenbahnen wirkt. Wie ein frischer Quell wird etwa sechs Mal pro Minute Flüssigkeit vom Ursprung nach außen abgegeben… Für mich hatte es etwas sehr Zartes und Belebendes zugleich.

Fett – ist ja eher ein etwas ungeliebtes Gewebe des Körpers :-) hat aber eine genauso wichtige Funktion wie alle anderen Bestandteile. Zu den Flüssigkeiten wird es gezählt, weil sich in den Fettzellen eine ölig-flüssige Substanz befindet. Schön zu erfahren waren die Qualitäten von Wärme, Energie und die Geschmeidigkeit und Sinnlichkeit, die auch zu den Eigenschaften des Fetts gehören. Last not least ist auch noch die Gelenkflüssigkeit zu nennen, die locker und ungerichtet zwischen den Gelenken vorkommt und die man am besten durch sanftes Schütteln der Gelenke erfährt…

Was das Wochenende ebenso schön gemacht hat, war, dass wir an einem traumhaft schönen Ort – dem Gut Reichenow – untergebracht waren und getanzt haben. Jeden Morgen zusammen im Garten zu frühstücken, das feine Essen zu genießen, zwischendurch mal in den nahen See zu springen oder in der Sonne im Gras zu liegen, hat sehr gut getan und hat neue Kraft gegeben. Die Atmosphäre auf dem Gut ist besonders und die Natur hat uns an diesem Wochenende viel Ruhe und wärmende Sonne geschenkt.

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Ostsee-Bad

Ostsee

So schön war es an diesem Wochenende an der Ostsee. Für einen kurzen Familienurlaub war ich ein paar Tage auf dem Darß und habe Beine und Seele baumeln lassen. Und zwischendurch habe ich sogar nochmal in der Ostsee gebadet! In superklarem Wasser und zusammen mit ein paar wirklich schönen Quallen. :-)

Dieses Mal hat es leider zeitlich nicht für einen Cliffhanger gereicht, soll aber nicht wieder vorkommen. Hoffe auf einen schönen Spätsommer.

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Deborah Hay / Cullberg Ballet – Figure a Sea

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…und noch ein wunderbarer Abend bei Tanz im August – diesmal mit dem Stück „Figure a Sea“ von Deborah Hay, dass sie mit dem Cullberg Ballet aus Schweden erarbeitet hat. 18 Tänzer bewegen sich gemeinsam auf der Bühne, in leichten, sehr anmutigen Bewegungen, die (meistens) keine feste Form annehmen und keinen Anfang und kein Ende zu haben scheinen. Mich hat am meinsten fasziniert, dass sich in den Bewegungen einzelner Tänzer und in den Beziehungen zueinander ein unendliches Feld von Möglichkeiten eröffnet…

Mit der außergewöhnlich schönen Musik von Laurie Anderson ändern sich hin und wieder der Rhythmus und der Charakter der Bewegungen: Gruppen formen sich und fließen wieder auseinander, die Bewegungen sind leicht und fast still, dann wechseln wieder schnelle, mehr gerichtete Bewegungen damit ab. Es ist schwer, die Bewegungen genau zu beschreiben – ich habe es nach einiger Zeit aufgegeben, bestimmte Formen wahrnehmen zu wollen und mich stattdessen dem permanenten, organischen Wechsel hingegeben.

Ich habe mich während des Stücks gefragt, warum wir uns nicht immer so bewegen – so leicht und mit so vielen Möglichkeiten – und uns stattdessen oft so gleichförmig und symmetrisch fortbewegen… Wird nicht mein letztes Stück von Deborah Hay gewesen sein, dass ich mir ansehe. Und eine schöne Überraschung gab es auch: Nur eine Reihe vor mir saß zufällig eine Freundin, die ebenfalls ein Ticket für das Stück hatte.

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Meg Stuart – Blessed

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Meg Stuart, Blessed, photo copyright: Chris Van der Burcht

Hurrah, es ist endlich wieder „Tanz im August“! Heute habe ich es geschafft und mir ein Stück von Meg Stuart angesehen… Blessed ist von 2007 und es war eine gute Gelegenheit, mal wieder eins ihrer älteren Stücke zu sehen. Und wie immer: Ich habe mich danach tatsächlich wieder besser gefühlt und glücklich darüber, dass es so etwas gibt.

Dabei bekommt der Protagonist in dem Stück ganz schon was ab: Der großartige Tänzer Francisco Camacho bewegt sich zunächst in Zeitlupe durch das Bühnenbild, das komplett aus Pappe besteht: Karton-Palme, Karton-Schwan und eins Karton-Behausung. Als er dort Unterschlupf nimmt, beginnt der Regen: schwerer Theaterregen fällt über einen langen Zeitraum auf die Bühne und lässt nach und nach alles auseinanderfallen.

Es ist ein wiederkehrendes Thema bei Stuart: Alles zerfällt, nichts hält dauerhaft, obwohl wir dauernd versuchen, uns etwas aufzubauen (‚built to last‘), fällt es immer wieder krachend zusammen. Camacho versucht wiederholt, aus den Überbleibseln, die völlig durchnässt sind, einen neuen Unterschlupf zu bauen, doch alle Anstrengung misslingt. Als der Regen nachlässt, hat er sich verändert, taucht als bärtiger Rasta-Muppet-Typ wieder auf und man weiß nicht so recht, ob es nicht vielleicht doch die wahre innere Figur ist.

Es geschehen noch mehrere Transformationen und besonders grell ist der Auftritt einer Asian/Las Vegas-Tänzerin im Glitzerkostüm und mit Federkrone, die dem erbärmlichen Zustand des Tänzers und seiner Lebenswelt noch einen drauf setzt und mit Füßen tritt. Es ist traurig zu sehen, wie die Hauptfigur immer weiter zusammenbricht und schutzlos ist. Trotzdem gibt es etwas, das sich mit der Figur verbündet; jeder kennt Momente, in denen etwas zusammenbricht, an dem wir hängen.

Nachdem wirklich nichts mehr ist wie zuvor und Camacho durch alles hindurchgegangen ist, hat sich unmerklich etwas verändert: Er läuft aufrecht über die Trümmer und setzt sich über den Zustand hinweg; es sieht eher aus wie eine Befreiung und hat neue Kraft. Es nimmt auch dem Zusammenbrechen den Schrecken. Nachdem alles durchlebt ist, macht sich Hoffnung breit. Unbedingt ansehen!

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Lieblingszitate

Viele versäumen Wichtiges in ihrem Leben, weil es ihnen ungeheuer wichtig ist, nichts zu versäumen.

(Ernst Ferstl)

P.S. Wer immer Ernst Ferstl ist – ich habe das Zitat gerade gelesen und liebe es!

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Der Klassiker – Wannsee

Wannsee

Heute hatte ich nicht sooo viel Zeit, wollte aber bei den heißen Temperaturen unbedingt zwischendurch mal in den See springen… Deshalb musste eine einfache Lösung her und ich habe mich spontan für den Wannsee entschieden. DER Klassiker in Berlin – und ich war schon lange nicht mehr dort gewesen. Hat sich aber nicht viel verändert, wie man sehen kann. :-)

Trotz der Menschenmengen hat es unendlich gut getan, rauszuschwimmen und in die Sonne zu schauen. Weiter rechts als man auf dem Bild sehen kann, wird es dann im Wasser auch wieder überschaubarer. Danach habe ich ganz entspannt auf’s Badelaken gelegt und etwas gedöst: die perfekte Pause an diesem Sonntag.

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Meine Playlist

Das ist meine aktuelle Playlist für’s Laufen:

 

  1. Rihanna, We Found Love (feat. Calvin Harris)
  2. Rihanna, Diamonds
  3. Katy Perry, I Kissed a Girl
  4. Justin Timberlake, Can’t Stop the Feeling
  5. Justin Timberlake, Sexy Back
  6. Jack Garrat, Don’t You Worry
  7. Calvin Harris, How Deep is Your Love
  8. Beyoncé, Run the World (Girls)
  9. Beyoncé, Halo
  10. The Black Eyed Peas, Where is the Love?
  11. The Black Eyed Peas, Let’s Get Retarded
  12. Adele, Water Under the Bridge
  13. Adele, Set Fire to the Rain
  14. Amy MacDonald, Slow It Down
  15. Jessie Ware, Wildest Moments

…damit kann ich gut eine Stunde laufen – das bedeutet den ersten Teil der Runde laufe ich, zurück gehe ich dann eher spazieren. Die Musik macht Laune! Nicht unbedingt das Gleiche, was ich auch zu Hause höre, aber beim Laufen bringt’s mich zum Fliegen, und manchmal sogar dazu, die Arme in die Luft zu werfen. :-)

So, jetzt hätte ich aber gern ein paar Tipps von Euch: Was sind Eure Lieblings-Laufsongs und was könnt Ihr mir empfehlen?

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